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Informationen zu dem Kunstwerk von Rebecca Horn, das im ehemaligen Straßenbahndepot in Weimar präsentiert wird, finden Sie hier

Blick in die Kunstsammlung der Gedenkstätte. Foto: Claus Bach. Gedenkstätte Buchenwald

Kunstsammlung

Den Grundstock der Kunstsammlung bilden künstlerische Arbeiten, die KZ-Überlebende der Gedenkstätte seit den fünfziger Jahren übergeben haben. Seit den siebziger Jahren findet eine systematische Sammlungstätigkeit statt. Schwerpunkte bilden die Themen Kunst aus Konzentrationslagern, Werke ehemaliger Häftlinge, Arbeiten für Denkmale sowie solche von Gegenwartskünstlern, die sich mit dem Zivilisationsbruch durch den Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Insgesamt umfasst die Kunstsammlung derzeit über 1.700 Objekte, darunter etwa 600 Skizzen, Studien und Bildtafeln in verschiedenen Techniken aus der Lagerzeit; 350 nach 1945 geschaffene Zeichnungen, druckgrafische Arbeiten, Gemälde und Skulpturen sowie etwa 400 zeitgenössische Kunstwerke.

Neben den in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Lagerthema stehenden Arbeiten aus und nach der Zeit des Konzentrationslagers zählt die Kunstsammlung auch Handzeichnungen und graphische Arbeiten, die vorher sowie außerhalb der Lager in Deutschland oder im Exil entstanden, darunter etwa 100 Skizzen des Franzosen Paul Goyard aus dem Ersten Weltkrieg und 100 Zeichnungen Alfred Ahners (Dauerleihgabe der Ahnerstiftung), entstanden in Weimar zwischen 1920 und 1945.

Den Kern der Kunstsammluung bilden Skizzen, Zeichnungen, kleinformatige Tafelbilder in Bleistift, Tusche, Aquarell und Öl auf Papier, Karton, Pappe, Sperrholz, Leinwand und Skulpturen aus Holz aus den KZ Buchenwald, Mittelbau-Dora und anderen Lagern. Die Arbeiten befinden sich aufgrund ihres Entstehungskontextes in der Regel auf minderwertigen Bildträgern und erfordern spezielle konservatorische Betreuung. Beispiele aus diesem Bereich sind zeichnerische Zyklen von Maria Brzęcka-Kosk, José Fosty, Paul Goyard, Karol Konieczny, Henri Pieck und Karl Schulz. Hinzu kommen einzelne Blätter von Dominik Černy, Flemming Hinsch und Herbert Sandberg sowie Skulpturen von Bruno Apitz.

Unter den retrospektiv geschaffenen Arbeiten Überlebender sind Handzeichnungen und Installationen von Józef Szajna, zeichnerische Zyklen von Nachum Bandel, Leonid Carizynskij und Max Lingner; druckgrafische Zyklen von Hermann Bruse, José Fosty, Gaston Gentillon, Hans Grundig und Herbert Sandberg, Skulpturen von Walter Spitzer und Fischel Libermann sowie ein Wandbehang von Anne Aknin. Die Rauminstallation "Reminiszenzen" von Józef Szajna befindet sich als Dauerleihgabe in der Sammlung.

Unter den plastischen und (druck-)grafischen Arbeiten für Denkmale sind Werke von Theo Balden, Fritz Cremer, René Graetz, Hans Kies, Waldemar Grzimek, Johann-Peter Hinz, Will Lammert, Heinz Scharr, Wieland Schmiedel, Siegfried Tschierschky und Erich Wurzer.

Die zeitgenössischen Werke umfassen u. a. Arbeiten von Jürgen Brodwolf, Naomi Tereza Salmon, Esther Shalev-Gerz, Rosemarie Kočzÿ, Klaus Steinke, Jenny Stolzenberg und Franz Anatol Wyss.

Für Kunstankäufe, Restaurierungs-, Konservierungs- und Faksimilierungsarbeiten steht ein Fonds zur Verfügung.