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Foto: Claus Bach

Modellvortrag

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Foto: Katharina Brand

Am Aschegrab

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Foto: Claus Bach

Audioguide

Überblicksführung (ca. 2 Stunden - beim Erstbesuch empfohlen)

Diese Führung (2 Stunden, davon 90 Minuten Rundgang und 30 Minuten Laufwege), beginnend im Bereich der Besucheranmeldung, wird über den Carachoweg und das Lagertor zum ehemaligen Appellplatz fortgesetzt, schließt einen Vortrag zur Lagergeschichte an einem Modell ein, und endet nach der betreuten Besichtigung des Krematoriums. Für Schulklassen empfehlen wir vorher den Einführungsfilm der Gedenkstätte und anschließend eine angeleitete Vertiefung in der Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers. Unsere Betreuungsangebote richten sich vorrangig an Schulklassen (ab Klasse 9), Jugendgruppen und junge Erwachsene, die im Rahmen der Schule und der politischen Bildung ihren Gedenkstättenbesuch vorbereitet haben. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre, die Gruppe kann aus 15 bis maximal 30 Personen bestehen. Führungen in Fremdsprachen können begrenzt vermittelt werden. Für den Aufenthalt inklusive Führung und Museumsbesuch sind mindestens 3 Stunden einzuplanen.

Ausführliche Geländeführung (ca. 3 Stunden)

Ausführliche Geländeführungen (3 Stunden, davon 120 Minuten Rundgang und 30 Minuten Laufwege) können zu verschiedenen Themenschwerpunkten der KZ-Geschichte (z.B. Gedenkweg Buchenwaldbahn, Zwangsarbeit, Täterbereich u.a.m.) sowie zum Mahnmal und zum Umgang mit der Erinnerung vereinbart werden.

Multimediaführung

Für einen individuellen Rundgang durch die Gedenkstätte haben Sie die Möglichkeit, mittels eines iPod, wahlweise auch mit Einblendung von historischen Aufnahmen, zusätzliche Informationen zur Geschichte des Ortes zu erhalten. Der iPod ist in folgenden Sprachen erhältlich: deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch, japanisch, russisch, niederländisch. Der iPod touch (mit Bildeinblendungen) ist erhältlich in: deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch, niederländisch. Die Geräte sind in der Besucherinformation erhältlich.

Gedenkweg Buchenwaldbahn

Am 15. Juli 2007 wurde im Rahmen der Erinnerungsveranstaltung aus Anlass des 70. Jahrestages der Lagererrichtung der Gedenkweg Buchenwald-Bahn eingeweiht.

Der Gedenkweg beginnt an der "Blutstraße", etwa 100 Meter nach dem Obelisk, und endet am Bahnhof Buchenwald. Er wurde auf Anregung des Projekts Spurensuche der Gerberstraße 1 e.V. und mit Unterstützung der Stadt Weimar, der Gedenkstätte Buchenwald und des Fördervereins Buchenwald e.V. angelegt.

Im Frühjahr 1943 mussten KZ-Häftlinge für die SS innerhalb von nur drei Monaten die zehn Kilometer lange Bahnlinie zwischen Weimar-Schöndorf und Buchenwald bauen. Sie diente zunächst der Versorgung des Rüstungswerks. Seit Anfang 1944 wurden etwa hunderttausend Häftlinge in zum Teil offenen Güterwaggons auf diesen Gleisen transportiert. Aus ganz Europa wurden Jungen und Männer ins KZ Buchenwald und von dort aus zur Zwangsarbeit in eines der Außenlager gebracht. Am Bahnhof Buchenwald starteten auch Transporte mit Kindern und kranken Häftlingen in das Vernichtungslager Auschwitz, wo sie ermordet wurden. Als die SS im Januar und Februar 1945 die Lager im Osten räumte, kamen Massentransporte im KZ Buchenwald an. Viele der Häftlinge waren bei der Ankunft bereits tot oder starben kurz darauf.

Zeitschneise

Beim Schloss Ettersburg, einer ehemaligen Sommerresidenz der Weimarer Herzöge, führte Johann Wolfgang v. Goethe "Iphigenie auf Tauris" auf, Friedrich Schiller vollendete hier sein Drama "Maria Stuart". Eine alte herzögliche Jagdschneise des Schlosses wurde 1937 von den Architekten des Konzentrationslagers für den Verlauf des Lagerzauns genutzt. Die "Zeitschneise" greift diese konkrete Nachbarschaft auf und verbindet das Schloss Ettersburg als Sinnbild der Weimarer Klassik mit Buchenwald. Sie regt an, die Nähe von Kultur und Barbarei zu reflektieren.