Personalkarte des Kriegsgefangenen Mitrofan Moros, 1941
©(Archiv Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain)
Der Landarbeiter Mitrofan Moros geriet am 10. Juli 1941 in Belarus in deutsche Kriegsgefangenschaft. Bei seiner Gefangennahme wurde er als Soldat in einem Baubataillon registriert. Über Sammelstellen und ein Lager in Polen kam er Ende September in das Kriegsgefangenenlager Mühlberg/Elbe. Mitgefangene müssen ihn dort als einen Politoffizier denunziert haben. Er wurde in das Kriegsgefangenenlager Zeithain überstellt, wo ihn Beamte der Gestapo Dresden verhörten. Seine Personalkarte erhielt einen Stempel mit der Aufschrift „Kommissar“. Am 22. Oktober 1941 verlor er seinen Status als Kriegsgefangener und wurde nach Buchenwald gebracht. Die SS erschoss ihn im Pferdestall. Seine Ehefrau erfuhr nichts von seinem Schicksal.