Personalkarte des Kriegsgefangenen Jakow Malkow, 1941.
Einzelne erhaltene Karten sind die einzige Spur, die zu den Namen der Ermordeten führen.
©(Archiv Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain)
Einzelne erhaltene Karten sind die einzige Spur, die zu den Namen der Ermordeten führen.
©(Archiv Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain)
Im Zivilleben war Jakow Malkow Turnlehrer. Als Soldat in einem Infanterieregiment geriet er Anfang Juli 1941 in Belarus in deutsche Kriegsgefangenschaft. Über verschiedene Lager brachte ihn die Wehrmacht im August in das „Russenlager“ nach Zeithain in Sachsen. Er durchlief das übliche Registrierungsverfahren. Zur Zwangsarbeit kam er in das Kriegsgefangenenlager in Mühlberg. Dort muss seine jüdische Herkunft erkannt worden sein. Man brachte ihn zurück nach Zeithain. Seine Personalkarte trug nun den Aufkleber „Jude“ – sein Todesurteil. Am 31. Oktober 1941 wurde er von der Wehrmacht an die Gestapo ausgeliefert. Die Gestapo Dresden überstellte ihn in das KZ Buchenwald, wo die SS ihn nach der Ankunft im Pferdestall erschoss.