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Foto: Katharina Brand

Krematorium außen

Die beiden Höfe des Krematoriums umgibt ein Holzzaun.

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Foto: Peter Hansen

Pathologie

Der direkt neben dem Krematorium gelegene Sezierraum.

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Foto: Peter Hansen

Krematorium innen

Die Verbrennungsöfen der Firma Topf & Söhne, Erfurt.

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Foto: Peter Hansen

Modell Genickschussanlage

Die Messlatte im Modell der Genickschussanlage neben dem Krematorium.

Krematorium

In der Anfangszeit des Lagers ließ die SS die Toten des Lagers im Weimarer Krematorium einäschern. 1940 erhielt das KZ Buchenwald ein eigenes Krematorium. Die dort von der Firma Topf & Söhne, Erfurt, installierte Verbrennungsanlage war speziell für die Bedürfnisse der SS konzipiert worden. Häftlinge, die in dem Gebäude untergebracht waren, verrichteten die Arbeit.

In einem weiteren Gebäudeteil befindet sich einer der Sezierräume der pathologischen Abteilung. Dort ließ die SS die Leichname vor der Verbrennung ausplündern. Man brach den Toten die Goldzähne heraus und stellte aus ihrer Haut, aus ihren Organen und Skeletten Präparate her.

Die Toten wurden im Leichenkeller des Krematoriums gesammelt und mit einem Aufzug in den Verbrennungsraum gebracht. Im Keller befand sich zudem eine der Hinrichtungsstätten des Lagers. Dort erdrosselte die SS an Wandhaken etwa 1100 Männer, Frauen und Jugendliche, KZ-Häftlinge und Gefangene der Gestapo.

In einem Nebengebäude des Krematoriums veranschaulicht ein Modell die Funktion der Genickschussanlage, die die SS außerhalb des Häftlingslagers in einem Pferdestall eingerichtet hatte. Dort waren seit Oktober 1941 über 8000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet worden.