Er wuchs in einem Arbeiterviertel in Wiener Neustadt auf. Mit 18 Jahren wurde er als Mitglied des illegalen kommunistischen Jugendverbandes zum ersten Mal verhaftet, bei Kriegsbeginn brachte ihn die Gestapo nach Buchenwald. Hier schloss er sich dem organisierten Widerstand der politischen Häftlinge an. Sie schlugen ihn der SS zum Blockältesten des „Kinderblocks“ vor. Zusammen mit Mithäftlingen übernahm er Verantwortung für verbesserte Lebensbedingungen der jungen KZ-Gefangenen.
„Und ich hab‘ oft, so irgendwie, die einzelnen gefragt, wo ihre Eltern sind, was mit ihnen geschehen ist. Da haben sie, so, sehr trocken gesagt, dass ihre Eltern beim Bomben, bei Bomben umgekommen sind, dass sie erschossen wurden, dass sie in anderen KZs sind. Und ich habe, während meiner Zeit, wo ich war, diese Kinder, nicht nur die Jugendlichen, nie einen weinen gesehen. Die waren, sozusagen, diese Verhältnisse irgendwie schon in ihren jungen Jahren gewohnt.“
Franz Leitner in der Dokumentation „Sonst wären wir verloren. Buchenwaldkinder Berichten“, Peter Rocha, DEFA 1982.