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Ivan Ivanji

24.1.1929 (Veliki Bečkerek, Königreich Jugoslawien) – 9.5.2024 (Weimar, Deutschland)

Portraitaufnahme von Ivan Ivanji
Ivan Ivanji (1929) während eines Kolloquiums in der Gedenkstätte Buchenwald, 2012. Foto: Katharina Brand.

Ivan Ivanji wird am 24. Januar 1929 als Sohn eines Arztes in Zrenjanin (Banat; früher: Großbetschkerek oder Petrovgrad) geboren. Von Kriegsbeginn bis Anfang 1944 lebt er bei einem Onkel, der mit einer Deutschen verheiratet ist, in Novi Sad.

Ende April 1944 wird er als Jude verhaftet und über Lager in Subotica und Baja am 27. Mai 1944 nach Auschwitz deportiert. Von dort kommt er im Juni 1944 nach Buchenwald, anschließend in das Außenkommando Magdeburg, im Oktober in das Außenkommando Niederorschel  und am 18. Februar 1945 nach Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt.

„Ich war kein Kämpfer. Nicht einmal gegen Faschismus und Krieg. Ich war fünfzehn Jahre alt und wegen meiner jüdischen Herkunft verhaftet worden. Und kein Vermächtnis von mir ist zu erfüllen.“
Ivan Ivanji

Bevor Ivan Ivanji im September 1945 nach Jugoslawien zurückkehrt, hat er in einem Sammellager erste nähere Kontakte zu Anhängern Titos. 1945-1948 besucht er die Technische Oberschule in Novi Sad, anschließend ist er Lehrer an der Technischen Oberschule in Belgrad. Veröffentlicht Gedichte. Sekretär im Schriftstellerverband Jugoslawiens, Redakteur in der Jugendzeitung „Omladina“ in Belgrad, 1956 Mitbegründer, dann Redakteur der Wochenzeitung „Mladost“. Ivan Ivanji tritt für eine pluralistische und offene Kulturpolitik ein, kritisiert 1956 den sowjetischen Einmarsch in Ungarn. Seit den fünfziger Jahren arbeitet er als Dolmetscher für die jugoslawische Regierung und für Josip Broz Tito. 1969-1974 stellvertretender Generalintendant des „Nationaltheaters“, 1974-1978 Botschaftsrat für Kultur und Presse an der Jugoslawischen Botschaft in Bonn. 1975 nimmt er als Dolmetscher an der KSZE-Gründungskonferenz in Helsinki teil. 1978-1981 „Selbständiger Berater“ im Außenministerium in Belgrad. 1979 Teilnahme an der Gipfelkonferenz der Blockfreien in Havanna. 1982-1988 Generalsekretär des Schriftstellerverbandes Jugoslawiens.

Von Ivan Ivanji erscheinen zahlreiche Romane, Erzählungen, Dramen und Aufsätze in serbischer und deutscher Sprache; er übersetzt Günther Grass, Bertolt Brecht, Max Frisch, Heinrich Böll u.a. ins Serbische. Ivan Ivanji lebt seit 1992 mit seiner Frau in Wien und Belgrad.


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