Walter Bartel stammt aus einer sozialistischen Arbeiterfamilie.
Früh engagiert sich der kaufmännische Lehrling für
die KPD, die ihn fördert und 1929 zum Studium nach Moskau
schickt. Von dort zurück, geht er in den Untergrund, wird
verhaftet und verbringt zwei Jahre im Zuchthaus. Die KPD
lässt ihn fallen. Auf sich gestellt, wird er 1939 in Prag verhaftet
und ins KZ Buchenwald gebracht. Die Kommunisten hier
vertrauen ihm. Er knüpft Kontakte zwischen den verschiedenen
Nationen und bildet so die Basis für das Internationale
Lagerkomitee, in dem er bis zur Befreiung aktiv ist. Die Partei
nimmt ihn später wieder auf. In der DDR wird er Professor für
Zeitgeschichte und ist einer der Köpfe des Internationalen
Buchenwaldkomitees.