1943 wird Rudolf Böhmers Familie aus Quedlinburg in das „Zigeunerlager“ nach Auschwitz deportiert. Er selbst bleibt zunächst verschont. Erst ein Jahr später entdeckt die Polizei den 15-Jährigen, der seit 1940 in einem Erziehungsheim in Heiligenstadt lebt. Als er nach Auschwitz gebracht wird, ist seine Familie bereits tot. Nach der Räumung des „Zigeunerlagers“ wird er im August 1944 in das KZ Buchenwald transportiert. Die SS hat keine Verwendung für ihn. Mit anderen jugendlichen Sinti schickt sie ihn zurück nach Auschwitz, wo die meisten ermordet werden. Rudolf Böhmer überlebt als einer von wenigen. Nach dem Krieg macht es ihm die fortwährende Diskriminierung der Sinti und Roma schwer, sich ein geregeltes Leben aufzubauen.