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Martin Hamburger – Journalist, „ASR-Häftling“, jüdischer Emigrant

21.1.1876 (Berlin, Deutsches Reich) – 12.2.1962 (Berlin)

Katalog Ausstellung_Buwa_2020

Seit 1933 hat der Journalist und Sozialdemokrat Martin Hamburger Berufsverbot. Als Vertreter sucht er ein Auskommen, ist als Jude aber an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Propagandistisch verknüpfen die Nationalsozialisten Mitte 1938 die gegen Nichtsesshafte und sozial Auffällige durchgeführte „Aktion Arbeitsscheu Reich“ (ASR) mit der Verhaftung von Hunderten ins soziale Abseits gedrängten Juden und Sinti. Martin Hamburger wird mit etwa 500 Berliner Juden nach Buchenwald eingewiesen, muss unter elenden Lebensbedingungen Zwangsarbeit leisten und kann sich nur durch ein Visum retten. Im August 1938 entlassen, wandert er nach Shanghai aus, überlebt auch die schwere Zeit dort und kehrt 1947 nach Deutschland zurück.


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