In einer Eisenhütte erlernt Karl Plättner den Beruf des Formers. Nach der Wanderschaft lässt er sich in Hamburg nieder, muss in den Krieg und kehrt als Invalide heim. Er schließt sich antimilitaristischen Kräften an, später den Kommunisten. Nach der Niederschlagung der mitteldeutschen Arbeiteraufstände 1921 überfällt seine Gruppe Banken. „Enteignung der Enteigner“ ist die Devise – zehn Jahre Haft die Folge. Er schreibt darüber, distanziert sich von der Gewalt und vom Stalinismus zieht er sich zurück. Für die Nationalsozialisten gilt er trotzdem als gefährlich. Sie verhaften ihn im Herbst 1939. Es folgt die Haft in den Konzentrationslagern Buchenwald, Majdanek, Auschwitz, Mauthausen. Endlich frei, stirbt er im Juni 1945 an den Folgen der Haft.
Karl Plättner – Revolutionär und Räuberhauptmann
3.1.1893 (Opperode, Deutsches Reich) – 4.6.1945 (Freising, Deutsches Reich)