Johannes Steyer tritt 1931 der Religionsgemeinschaft
der Zeugen Jehovas bei, die man zu dieser Zeit auch Bibelforscher nennt. Als sie verboten werden, missioniert er weiter, verweigert den Hitlergruß und den Wehrdienst. Auf
seine Verhaftung 1935 folgen mehrere Konzentrationslager,
wo Bibelforscher, die auf der Kleidung den lila Winkel tragen
müssen, gebrochen werden sollen. Die SS lässt sie hart
arbeiten und isolieren – meist erfolglos. Auch Johannes
Steyer verweigert sich weiterhin. Er bleibt bis 1945 im Konzentrationslager. Später malt er Aquarelle mit Motiven seiner Haft, für ihn auch Symbole der Hoffnung. Im Jahr nach der ersten öffentlichen Ausstellung stirbt er.