Gedenktafel am Weimarer Hauptbahnhof. Foto: Naomi Tereza Salmon. Gedenkstätte Buchenwald

Hauptbahnhof

In den Tagen nach dem antijüdischen Pogrom im November 1938 deportierte die SS 10.000 jüdische Männer in das KZ Buchenwald. Sie kamen unter anderem aus Breslau, Dresden, Frankfurt, Bielefeld, Aachen sowie aus ganz Thüringen. Mit der Reichsbahn wurden sie zum Weimarer Hauptbahnhof transportiert, wo sie von SS-Leuten und Hilfspolizisten durch den Tunneldurchgang getrieben und zusammengeschlagen wurden. Die Misshandlungen fanden in aller Öffentlichkeit statt.

In den Anfangsjahren kamen die meisten Buchenwald-Häftlinge am Hauptbahnhof an, zuletzt große Transporte aus Polen im Oktober 1939. In der Folgezeit wurde der Güterbahnhof genutzt.

Am Osteingang des Hauptbahnhofs wurde 1998 eine Gedenktafel angebracht, die an die Ankunft der Opfer des antijüdischen Pogroms in Weimar erinnert.