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Geschichte der Gedenkstätte
Informationen zur Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald in der DDR finden Sie hier.

Literatur
Volkhard Knigge (Hg.): Versteinertes Gedenken. Das Buchenwald Mahnmal von 1958, hier.

Mahnmalsanlage

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Flugaufnahme

Auf Beschluss der Regierung der DDR wurde 1954 mit dem Aufbau der "Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald" begonnen. Bis 1958 entstand auf der Südseite des Ettersberges ein monumentales Nationaldenkmal. In die Gestaltung wurden drei große Massengräber einbezogen. Das didaktische Konzept der Anlage weist dem Besucher einen Weg vom Tod ins Leben: vom Krematorium durch das Lager kommend, führt der Weg hinunter zu den Gräbern und anschließend hinauf zum Glockenturm als dem Symbol der Freiheit und des Lichts. Im Zentrum stehen die deutschen kommunistischen Widerstandskämpfer.

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Foto: Jürgen M. Pietsch

Eingangstor

Hier beginnt der Abstieg zu den Gräbern.

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Foto: Jürgen M. Pietsch

Stelenweg

Der Weg ist von sieben Stelen gesäumt, die symbolisch für die sieben Jahre des KZ stehen und Szenen aus dem Lagerleben erinnern (Bildhauer: René Graetz, Waldemar Grzimek und Hans Kies; Texte auf der Rückseite: Johannes R. Becher).

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Foto: Jürgen M. Pietsch

Ringgräber

In natürlichen Erdsenken ließ die SS im März/April 1945 etwa 3000 Tote verscharren. Drei der Grabtrichter wurden als Ringgräber gestaltet.

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Foto: Jürgen M. Pietsch

Straße der Nationen

Entlang einer breiten Straße, die die Ringgräber verbindet, stehen gemauerte Pylonen mit den Namen von 18 Nationen.

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Foto: Jürgen M. Pietsch

Denkmalgruppe

Der Aufstieg über eine breite, hell gepflasterte Treppe führt zur weltberühmten, von Fritz Cremer geschaffenen Figurengruppe (2002–2005 restauriert). Sie ist dem Widerstandskampf im Lager gewidmet.

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Foto: Peter Hansen

"Turm der Freiheit"

Im Inneren unter einer Bronzeplatte: Erde und Asche aus anderen Konzentrationslagern und Terrorstätten. Der Versammlungsplatz diente der DDR bei Massenkundgebungen u. a. als Stätte der Selbstlegitimation.

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Foto: Jürgen M. Pietsch

Friedhof

Nach der Befreiung des Konzentrationslagers starben noch viele Menschen an den Folgen der Lagerhaft. Vierhundert Tote wurden bis Juni 1945 auf der Südseite des Ettersberges im Bereich des damaligen Bismarckturms in Reihengräbern bestattet. Auch 1286 Urnen, die im Keller des Turms und im Krematorium gelegen hatten, wurden dort beigesetzt. Beim Bau des Mahnmals erfolgte eine teilweise Umbettung der Reihengräber. Seit 1996 führt der neu gestaltete Friedhof die Namen der Toten auf. Die 1997 bei Restaurierungsarbeiten im Krematorium gefundene Asche sowie 2004 aus der Sammlung des Deutschen Historischen Museums Berlin übergebene Knochenreste wurden hier ebenfalls beigesetzt.