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Rudolf Schleif – Aus der Pflegeanstalt ins Konzentrationslager

7.10.1918 (Leipzig, Deutsches Reich) – 18.4.1944 (KZ Bergen-Belsen)

Im KZ Buchenwald erhält Rudolf Schleif 1943 einen schwarzen Winkel. Der SS gilt er als „asozial“. Den größten Teil seines Lebens hat er in Heimen oder Anstalten verbracht. Er kommt aus schwierigen Verhältnissen und leidet seit der Kindheit an den Folgen einer Hirnhautentzündung. Mit acht Jahren kommt er in ein Erziehungsheim, später in eine Anstalt für Gehirnkranke. Hier geht er zur Schule, beginnt eine Lehre, doch er gilt weiter als unheilbar. Er wird zwangssterilisiert. Als die Ärzte der Pflegeanstalt Waldheim 1943 arbeitsfähige Patienten an die SS ausliefern, steht auch er auf der Liste. Nach wenigen Wochen im Außenlager Dora transportiert die SS ihn zum Sterben in das KZ Bergen-Belsen.


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