Als Carl Schrade in den 1920er Jahren wegen kleinerer Delikte wiederholt vor Gericht steht, ist er für niemanden eine Bedrohung. Doch mehrfach Straffällige nennen manche schon jetzt „Berufsverbrecher“. Nach 1933 gelten diese nur noch als „minderwertige“ Menschen, werden vorbeugend in Konzentrationslagern inhaftiert und müssen dort den grünen Winkel tragen. Carl Schrade bleibt von 1934 an in verschiedenen Lagern inhaftiert und erwirbt sich im KZ Flossenbürg als Häftlingssanitäter unter Mithäftlingen einen guten Ruf. Die Farbe seines Winkels verfolgt ihn jedoch bis in die deutsche Nachkriegsgesellschaft. Erst in Frankreich, wo ihm Mithäftlinge helfen, findet er ein neues Leben.