Ende August 1944 führt die Gestapo unter dem Tarnnamen „Gitter“ eine deutschlandweite Aktion durch. Potentielle Widerständler sollen vorbeugend verhaftet werden. Der Bonner Volksschullehrer Joseph Roth wird vor den Augen seiner Frau und der drei Kinder abgeführt. Er ist ein ehemaliger Funktionär der Zentrumspartei. Trotz beruflicher Nachteile bekennt er sich offen zur katholischen Kirche. Für die Gestapo ist dies Grund genug. Über ein Lager in Köln wird er mit anderen in das KZ Buchenwald deportiert. Zwar kommt er wie die meisten „Gitterhäftlinge“ nach einigen Wochen unter Auflagen wieder frei. Für ihn kommt die Entlassung jedoch zu spät. Einige Monate später stirbt er an den Folgen der Haft.