Der Workshop zeigt am Beispiel von Marias Geschichte, wie im Archiv der Gedenkstätte mit historischen Quellen gearbeitet wird.
Im Rahmen dieses Workshops lernen die Teilnehmer:innen zunächst das Archiv der Gedenkstätte Buchenwald, seine Bestände und seine Aufgaben kennen.
Anschließend beschäftigen sie sich in Kleingruppen mit unterschiedlichen Zeugnissen von Maria Brzęcka-Kosk, darunter ihre Zeichnungen, ihre Texte, Objekte und eine Interviewaufnahme.
Danach betrachten sie ihre Geschichte aus einer ganz anderen Perspektive: anhand von Haftdokumenten, die die SS über sie angelegt hat.
So üben die Teilnehmer:innen, Quellen zu deuten, insbesondere für ein KZ typische Täterdokumente der NS-Zeit kritisch zu befragen und einzuordnen.
Zentrale Aspekte des Workshops:
• Was ist ein Archiv, und wie gelangen Dokumente und Objekte dorthin?
• Was lässt sich aus persönlichen Zeugnissen über das Leben einer Jugendlichen wie Maria im Lager erfahren?
• Was berichten Dokumente der SS über eine gefangene Person, und was verschweigen sie?
• Welche Fragen bleiben offen, und wie lässt sich weiter recherchieren?
Methodisch verbindet der Workshop quellenbasierte Stationenarbeit in Kleingruppen mit gemeinsamen Gesprächen im Plenum.
Dauer: 3 Stunden.
Zielgruppe: Schüler:innen ab Klasse 10, Studierende und andere interessierte Gruppen.