,,Ich bin ein unverbesserlicher Optimist“
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts schrieb und musizierte Herrmann Leopoldi in Wien und tourte durch Europa. Am 15. August 1888 als Hersch Kohn geboren, war er einer der bekanntesten jüdischen Klavier-Kabarettisten. In den Goldenen Zwanziger Jahren feierte er große Erfolge und wurde zu einem der bekanntesten Komponisten des Wienerliedes.
Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten engten sich seine Möglichkeiten jedoch immer mehr ein, bis ihm Auftritte schließlich ganz unmöglich wurden. Im Mai 1938 wurde er verhaftet und kam über Dachau nach Buchenwald. Doch selbst im KZ verlor er seinen Optimismus nicht. Und er arbeitete auch an diesem Ort weiter – gemeinsam mit Dr. Fritz Löhner-Beda schrieb er das „Buchenwaldlied“.
Aus dem KZ entlassen gelangte er 1939 in die USA und überlebte das Dritte Reich.
Im Programm werden anhand autobiographischer Schriften das Leben dieses Künstlers erzählt und seine Texte und Musik erlebbar gemacht.
Lassen auch Sie sich anstecken vom unerschöpflichen Optimismus des Herrmann Leopoldi...
Mitwirkende:
Andreas Sauerzapf, Tenor Staatsoperette Dresden
Frank Oehmichen, Sprecher
Ensemble SERENATA SAXONIA:
Agnieszka Guzek-Szymanska, Violine
Norbert Schröder, Violoncello
Hans-Peter Preu, Klavier