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Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
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Jüdisches Mahnmal
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Das erste Holzkreuz, das die Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des sowjetischen Speziallagers Anfang 1990 aufstellte. Foto: SGBuMD

1990

Jahresanfang

Seit Ende 1989 sind die Gräber des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 in der Öffentlichkeit bekannt geworden. Die Gedenkstätte Buchenwald stellt ein Holzkreuz auf.

April

Die im Sommer 1989 konzipierte Ausstellung "Konzentrationslager Buchenwald, Post Weimar/Thür." wird im Gropius-Bau Berlin (West) gezeigt. Dazu erscheint ein Katalog.

Juli

In der ehemaligen Jugendherberge "Albert Kuntz" wird eine Jugendbegegnungsstätte eingerichtet. Internationale Workcamps beginnen an der Erschließung vernachlässigter Areale des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald mitzuarbeiten.

September

Eröffnung einer provisorischen Ausstellung (Materialsammlung) über das sowjetische Speziallager Nr. 2 in der ehemaligen Häftlingskantine.

1991

Bisher vernachlässigte Themen werden in Führungen, Veranstaltungen, Ausstellungen und Veröffentlichungen behandelt: "Zugewachsene Geschichte", Juden, homosexuelle Häftlinge, Sinti und Roma, SS.

September

Das Thüringische Ministerium für Wissenschaft und Kunst beruft eine Historiker-Kommission unter Vorsitz von Prof. Dr. Eberhard Jäckel. Ziel ist es, Grundsatzempfehlungen zur weiteren Tätigkeit der Gedenkstätte zu erarbeiten.

1992

Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald und des Remarque Archivs/Forschungsstelle "Krieg und Literatur" der Universität Osnabrück konzipieren und erarbeiten gemeinsam die Ausstellung "'Reue ist undeutsch'. Erich Maria Remarques 'Der Funke Leben' und das Konzentrationslager Buchenwald." Die Ausstellung wird am 11. April 1993 im ehemaligen Kammergebäude des KZ Buchenwald eröffnet.

Februar

Die Historiker-Kommission legt Empfehlungen zur Neuorientierung der Gedenkstätte Buchenwald vor.

1993

Ein neuer, bedeutend erweiterter Gedenkstättenführer erscheint: "Buchenwald. Ein Rundgang durch die Gedenkstätte" (deutsch, englisch und französisch). Er behandelt neue Themen und bezieht sie in die Wegeführung ein.

Die Broschüre "Speziallager Nr. 2 Buchenwald" erscheint.

Internationaler Wettbewerb zur Gestaltung eines jüdischen Mahnmals auf dem Gelände der Gedenkstätte Buchenwald.

November

Einweihung des jüdischen Mahnmals in Anwesenheit der Bundesfamilienministerin Hannelore Rönsch, des Vorsitzenden des Zentralrates der Juden Ignatz Bubis, des Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen Dr. Bernhard Vogel und des Thüringer Ministers für Wissenschaft und Kunst Dr. Ulrich Fickel.

Das Mahnmal befindet sich an der Stelle des ehemaligen jüdischen Blocks 22, dessen Grundfläche ausgehoben und mit Steinen aus dem Buchenwalder Steinbruch gestaltet wurde. In die Mauer ist Olivenholz aus Israel eingelassen. Die Inschrift (Psalm 78,6) in Englisch, Hebräisch und Deutsch lautet:

Auf dass erkenne das künftige Geschlecht, die Kinder, die geboren werden, dass sie aufstehen und erzählen ihren Kindern.
(Entwurf: Tine Steen, Klaus Schlosser)

1994

Abschluss des 1993 bundesweit ausgelobten Wettbewerbs zur Errichtung eines Dokumentenhauses für die Dauerausstellung "Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 Buchenwald 1945–1950".

April

Gründung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, konstituierende Sitzung des Stiftungsrates in der Gedenkstätte Buchenwald, erste Sitzung des Kuratoriums (zuvor: Historiker-Kommission) der Stiftung unter Vorsitz von Prof. Dr. Eberhard Jäckel.

Mai

Neueröffnung von Buchhandlung und Kino.

Herbst

Schließung der bisherigen und Einrichtung einer neuen Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald.

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