Bereits vor 1933 warnt der Jurist und Zentrumspolitiker Werner
Hilpert öffentlich vor den Nationalsozialisten. Als Steuerund
Wirtschafsberater setzt er sich später für Juden ein, die
enteignet werden sollen. Bei Kriegsbeginn zählt er deshalb zu
jenen Personen, die das Regime präventiv inhaftieren lässt.
Im KZ Buchenwald kommt er zunächst in die schwersten
Arbeitskommandos, später dann in die Schneiderei. Von dort
organisiert er in den Wintermonaten Kleidung für andere
Häftlinge. Als Mitglied des Internationalen Lagerkomitees
kümmert er sich nach der Befreiung um die Versorgung des
Lagers. Nach dem Krieg ist er Mitbegründer der CDU, Minister
in Hessen und Präsident der Deutschen Bundesbahn.