Dreschner, Theodor
Als einfacher Arbeiter schlägt Theodor Dreschner sich und die Familie durch. Ein Umzug nach Frankfurt am Main 1937 soll die Situation verbessern. Doch der Einzug in die Wohnung wird ihnen verwehrt, alle Sinti werden als „Zigeuner“ in einem Lager zusammengedrängt. Im Juni 1938 erscheinen dort Kriminalbeamte, alle Männer sollen sich melden. Tags darauf ist er im KZ Buchenwald, wo er beim Lageraufbau arbeiten muss. Ein Fluchtversuch misslingt, er überlebt Stockhiebe, Strafkompanie und Steinbruch, passt sich an, kann schließlich von einem Todesmarsch fliehen. Nach 1945 kämpft er als ehemaliger Häftling mit „schwarzem Winkel“ erneut mit Vorurteilen. Entschädigung erhält er nie.