In Weimar war Zwangsarbeit ebenso allgegenwärtig wie anderswo in Deutschland. Tausende zivile Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge wurden überall zur Arbeit gezwungen: in der Industrie, auf Baustellen, im Handwerk, in privaten Haushalten.
Der Stadtrundgang stellt verschiedene Orte der Zwangsarbeit mitten im Zentrum Weimars vor. Damit fragt er an jeder der Stationen nach der Verbindung zwischen Weimarer Stadtgeschichte und NS-Zwangsarbeit und auch nach dem Mitwissen und der Mittäterschaft von Weimarer:innen. Nach dem Krieg wurde die Allgegenwart der Zwangsarbeit und selbst die Kenntnis vom Konzentrationslager Buchenwald häufig geleugnet. Doch die Vergegenwärtigung der Zwangsarbeit im heutigen Stadtraum legt etwas anderes nahe: Eigentlich wussten alle Bescheid, aber niemand wollte es gewesen sein.
Eine Kooperation mit dem Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte 2026.
Teilnahme kostenfrei.
Anmeldung erforderlich unter info@weimarer-rendezvous.de