Im August 1945 errichtete die sowjetische Besatzungsmacht auf Teilen des Geländes des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald das Speziallager Nr. 2. Bei einer durchschnittlichen Belegung von 12.000 Gefangenen waren dort insgesamt 28.500 Menschen interniert. Zumeist handelte es sich um lokale Funktionsträger der NSDAP, aber auch Jugendliche und Denunzierte befanden sich unter ihnen. Mehr als 7.000 starben an Unterernährung und Krankheiten. Die Familien erhielten keinerlei Nachricht über den Verbleib ihrer Angehörigen, auch keine offizielle Benachrichtigung im Falle des Todes. Im Februar 1950, kurz nach der Gründung der DDR, wurde das Lager aufgelöst.
Ablauf:
10 UHR
TRAUERPLATZ (bei schlechtem Wetter im Kinosaal)
Grußworte und Ansprachen:
Prof. Dr. Jens-Christian Wagner
Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Astrid Rühle v. Lilienstern
Gedanken zu meinem im Speziallager Nr. 2 gestorbenen Großvater
Peter Kleine
Oberbürgermeister der Stadt Weimar (angefragt)
Christian Tischner
Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur (angefragt)
11.30 UHR
Ökumenische Andacht und Kranzniederlegung
13 UHR
Mittagsimbiss im Museumscafé
(mit moderierter Gesprächsrunde, Teilnahme nach Anmeldung)
14.30 UHR
Rundgang durch die Wanderausstellung „(K)ein Ort des Schweigens. Das sowjetische Speziallager Nr. 2 in Buchenwald (1945–1950)“
Beginn: Besuchsinformation am Parkplatz
Die Dauerausstellung zur Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 wird derzeit neugestaltet. Aufgrund von Bauarbeiten ist das Dokumentenhaus am Trauerplatz leider geschlossen. Besuchen Sie gern unsere Wanderausstellung „(K)ein Ort des Schweigens“ in der sowjetischen Verwaltungsbaracke vor dem Torgebäude.
Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei
Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die Gedenkveranstaltung wird gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.