Foto: Katharina Brand. Gedenkstätte Buchenwald

Kleines Lager

Am nördlichen Rand des Häftlingslagers richtete die SS Ende 1942 eine Quarantänezone, das "Kleine Lager", ein. Es wurde mit Stacheldraht vom Hauptlager getrennt. Deportierte aus allen von Deutschland besetzten Ländern blieben einige Wochen im Kleinen Lager, bevor sie in die Außenlager weitergeschickt wurden.

Mit der Ankunft von Massentransporten aus Auschwitz, Groß-Rosen und anderen Lagern im Osten 1944/45 wurde das Kleine Lager zum Sterbe- und Siechenort, in dem insbesondere Tausende jüdische Häftlinge untergebracht waren. Nach 1945 abgerissen, spielte dieser Bereich in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald der DDR keine Rolle. Seit 1991 wurden bauliche Relikte freigelegt.