Auf Grund eines offensichtlich neonazistisch motivierten Hacker-Angriffs auf die Homepage der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sind die Online-Angebote der Stiftung derzeit nur begrenzt nutzbar.
Das KZ Buchenwald (1937-1945) wurde zu einem Synonym für die nationalsozialistischen Verbrechen. Bis 1950 nutzten die Sowjets das Gelände für ein Speziallager, nach 1958 baute die DDR die "Nationale Mahn- und Gedenkstätte" zur größten deutschen KZ-Gedenkstätte aus.
Nach 1990 wurde die Gedenkstätte neu konzipiert und für die Erinnerung an das Schicksal weiterer Opfergruppen geöffnet. Neue Ausstellungen ermöglichen den Blick auf die Zusammenhänge der Verbrechen.
Mittelbau-Dora war ein Zentrum der Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie im „Totalen Krieg“. Mehr als 20.000 Menschen überlebten die Zwangsarbeit in Bauprojekten und in der Raketenmontage nicht.
Bundeskanzlerin Merkel und ich haben gerade unseren Rundgang durch Buchenwald beendet. Ich möchte Herrn Dr. Volkhard Knigge danken. Er hat uns auf hervorragende Weise geschildert ...
Herr Präsident, Frau Bundeskanzlerin, Bertrand, meine sehr verehrten Damen und Herren, als ich heute hierher gekommen bin, war das ein wenig so, als ob ich das Grab meines Vaters besuchen würde...
Eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora im Jüdischen Museum Berlin (27. September 2010 bis 30. Januar 2011),
initiiert und gefördert von der Stiftung Erinnerung Verantwortung und Zukunft
Am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald befreit. Die minutiöse Chronologie der Ereignisse zeigt, wie durch die 3. US-Armee die Herrschaft der SS beendet wurde und es der Untergrundorganisation gelang, das Lager und die Versorgung der befreiten Häftlinge zu sichern.
Am Ende des Krieges war bis zu einem Drittel der Häftlinge unter 21 Jahren. Aber auch Hunderte von Kindern, manchmal nicht älter als vier Jahre, waren vor allem im Kleinen Lager inhaftiert. Über 900 von ihnen konnten durch die Buchenwalder Untergrundorganisation gerettet werden.
Als die 3. US-Armee Anfang April 1945 das Außenlager Ohrdruf erreichte, war es das erste KZ, das durch die Westalliierten befreit wurde. Zum ersten Mal konnte sich die Weltöffentlichkeit ein Bild von den nationalsozialistischen Verbrechen in den Lagern machen.
Sofort nach der Befreiung Buchenwalds am 11. April 1945 begann die US-Armee mit der medizinischen Versorgung der häufig bis auf die Knochen abgemagerten befreiten Häftlinge. Die Erinnerungen der Sanitäter des 120. Evacuation Hospital geben einen Einblick in ihre Erlebnisse.
Neonazistischer Hacker-Angriff auf die Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Auf Grund eines offensichtlich neonazistisch motivierten Hacker-Angriffs auf die Homepage der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sind
die Online-Angebote der Stiftung derzeit nur begrenzt nutzbar.
Unbekannte veränderten am Morgen des 28. Juli das Stiftungsportal. www.buchenwald.de wurde auf eine Seite von Holocaust-Leugnern
umgeleitet. Die Seite www.dora. de ist gelöscht worden. Die Angreifer hinterließen Sätze wie „Brown is beautiful“ und „Wir kommen wieder ....“
Die im einzelnen angerichteten Schäden werden derzeit ermittelt. Wie lange ihre Behebung dauern wird, lässt sich im Moment noch nicht sagen.
Die Stiftung wertet den Übergriff auf den weltweit täglich von mehreren Tausend Menschen genutzten Internetauftritt der Gedenkstätten Buchenwald
und Mittelbau-Dora und die Platzierung von Holocaust-Leugnungen als einen in dieser Form noch nicht vorgekommenen kriminellen Angriff auf die
Gedenkstättenarbeit. Durch die Beschädigung von Serviceangeboten und Dokumentationen – wie dem Totenbuch des KZ Buchenwald – haben der oder die
Täter versucht, die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen auszulöschen.
Die Stiftung hat den Übergriff angezeigt. Die Polizei ermittelt.