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Digitales Fotoarchiv
Aufnahmen von Fotografen der US-Armee aus dem befreiten Lager finden Sie hier.

Einführungsfilm
Die DVD "KZ Buchenwald/Post Weimar" mit Filmaufnahmen der US-Armee aus dem befreiten Lager bestellen können Sie hier.

Audio/Video

Radioreportage von 1945
Englischsprachiger CBS-Beitrag von Edward R. Murrow vom 17. April 1945: MP3 (10:41 Min.)

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Manifest der demokratischen Sozialisten
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Schwur von Buchenwald
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US-Soldaten und ehemalige Häftlinge vor einem mit Leichen beladenen Lkw-Anhänger im Innenhof des Krematoriums, 18. April 1945. Foto: Ardean R. Miller, U.S. Signal Corps. National Archives Washington

1945 - Nach der Befreiung

11. April

Das 37. Panzerbataillon der 4. US-Panzerdivision erreicht das KZ Buchenwald. Nach der Flucht der SS besetzen Häftlinge des Lagerwiderstandes die Türme und übernehmen die Ordnung und Verwaltung des Lagers. 21.000 Häftlinge erleben ihre Befreiung und die Ankunft der US-Armee.
Seit Jahresbeginn 1945 bis zum 11. April sind im KZ Buchenwald 15.000 Menschen gestorben. Hunderte gehen noch nach der Befreiung an den Folgen der Haft zugrunde. Über die Toten der Evakuierungsmärsche gibt es nur Schätzungen. Sie liegen bei 12. bis 15.000 Opfern.

13. April

Auf einer Versammlung deutscher und österreichischer Sozialdemokraten, an der auch französische, polnische, belgische, tschechische, dänische und niederländische Sozialisten teilnehmen, verliest Hermann L. Brill das "Manifest der demokratischen Sozialisten des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald". Es ist das bedeutendste programmatische Dokument, das nach der Befreiung im Lager entsteht, und enthält Grundforderungen zum Aufbau eines freien, demokratischen Deutschlands.

16. April

Auf Befehl des amerikanischen Stadtkommandanten müssen 1.000 Weimarer Bürger das Lager besichtigen, in dem die Spuren des Massensterbens und der Gräuel noch für jeden sichtbar sind.

19. April

Trauerfeier für die Toten des Lagers. Die Überlebenden geben sich ein Versprechen, das später als "Schwur von Buchenwald" bekannt wird.

Ende April

Täglich treffen Delegationen alliierter Politiker, Journalisten und Ermittler ein. Sie wollen sich vor Ort ein Bild des Lagers machen und berichten.

Mai bis August

Die Überlebenden des verlassen in Gruppen das Lager. Verübergehend ist Buchenwald auch Sammelpunkt für "displaced persons" aus anderen Lagern, die ihre Heimreise oder Auswanderung organisieren.

Juli/August

Übergabe des Lagers an die sowjetische Militäradministration. Einrichtung des sogenannten "Speziallagers Nr. 2".

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