Das Museumsgebäude der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Nach 1989

Nach dem Ende der DDR wurde die Gedenkstättenarbeit in Mittelbau-Dora neu konzipiert. Im Mittelpunkt der inhaltlichen Arbeit stand und steht das historische Geschehen vor Ort. Darauf verweisende bauliche Relikte und Orte im Lagergelände wurden sichtbar gemacht und gekennzeichnet. Das betrifft auch die Stollenanlage, die seit 1995 wieder zugänglich ist.

In der Trägerschaft der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora wird die Gedenkstätte seit 2000 vom Land Thüringen und vom Bund finanziert. 2006 wurde im neu errichteten Museumsgebäude eine ständige Ausstellung zur Lagergeschichte eröffnet, in deren Mittelpunkt die Bedeutung Mittelbau-Doras als Modellfall der KZ-Zwangsarbeit steht. Die vor 1989 errichteten Denkmalsanlagen blieben als Dokumente des Umgangs mit der NS-Vergangenheit in DDR-Zeiten erhalten.

Der Wegfall der Grenzanlagen machte nach 1989 auch das größte Außenlager des KZ Mittelbau in Ellrich-Juliushütte wieder zugänglich. Dort war das ehemalige Häftlingslager nach 1945 durch die Grenze geteilt worden. Die ehemaligen Häftlingsunterkünfte waren zunächst durch die DDR und später auch auf westlicher Seite geschliffen worden.

1995 begannen Mitglieder des Vereins "Jugend für Dora" zusammen mit der Stadt Ellrich, das ehemalige Lagergelände behutsam zu erschließen. Seit 2010 informieren Texttafeln, die von der Stadt Ellrich in Zusammenarbeit mit der französischen Commission Dora-Ellrich und der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora angebracht wurden, Besucher über das ehemalige Lager.