Aufnahmen der Gedenkstätte Buchenwald

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Postenweg
Ein undurchdringliches Sicherheitssystem aus elektrisch geladenem Lagerzaun und mit bewaffneten Posten besetzten Wachttürmen umschloss das Häftlingslager. Außerhalb des Zauns führte ein Postenweg um das gesamte Lagergelände.
Foto: Naomi Tereza Salmon. Gedenkstätte Buchenwald
Torgebäude mit Arrestzellen des KZ Buchenwald
Das Torgebäude, das zugleich Hauptwachturm und einziger erlaubter Zu- und Ausgang des Lagers war, wurde bereits 1937 von Häftlingen erbaut. Im linken Flügel des Gebäudes befand sich das Lagergefängnis, der gefürchtete "Bunker"; der rechte Flügel enthielt die Büroräume des Schutzhaftlagerführers der SS.
Foto: Claus Bach, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald
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Arrestzellenbau
Im linken Flügel des Torgebäudes mit den verblendeten Fenstern waren die gefürchteten Zellen des "Bunkers". So hieß das Lagergefängnis, das von Februar 1938 bis zum Ende immer voll belegt war: 26 Zellen links und rechts des schmalen Mittelganges, jede 2,05 m lang und 1,38 m breit, separat beheizbar und abzudunkeln, mit hochklappbarer Pritsche und Stahltür.
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
"Jedem das Seine"
Das Anfang 1938 entstandene schmiedeeiserne Lagertor des KZ Buchenwald trägt die Inschrift "Jedem das Seine". Auf Befehl des Lagerkommandanten wurde sie von innen lesbar angebracht. Die auf dem Appellplatz stehenden Häftlinge sollten sie ständig vor Augen haben. Die Inschrift geht auf den zwei Jahrtausende alten römischen Rechtsgrundsatz "suum cuique" zurück: "Iuris praecepta sunt haec: honeste vivere, alterum non laedere, suum cuique tribuere." – "Die Gebote des Rechts sind folgende: Ehrenhaft leben, niemanden verletzen, jedem das Seine gewähren."
Die SS interpretierte "Jedem das Seine" unmissverständlich als Recht der "Herrenmenschen" zur Erniedrigung und Vernichtung der Anderen. Das betonte sie zusätzlich, indem sie das Tor regelmäßig weiß streichen ließ, die in seiner Pforte eingelassenen Buchstaben rot.
Foto: Katharina Brand. Gedenkstätte Buchenwald
Lagertor mit Blick auf die Lagerkommandantur
Foto: Katharina Brand. Gedenkstätte Buchenwald
Bahnhof des KZ Buchenwald
Die 1943 von Häftlingen erbaute Bahnverbindung nach Weimar diente zunächst der Versorgung des neben dem Lager gelegenen Rüstungsbetriebs. Fahrplanmäßige Züge konnten auch von der Bevölkerung benutzt werden. Ab 1944 wurden Menschen aus allen von Deutschland besetzten Ländern in das KZ Buchenwald bzw. von dort zum Arbeitseinsatz in die Außenlager deportiert. Der Bahnhof Buchenwald war zudem Ausgangsort für Vernichtungstransporte nach Auschwitz und 1945 Endstation für Evakuierungstransporte aus den Lagern im Osten.
Foto: Claus Bach. Gedenkstätte Buchenwald
Krematorium außen
In dem 1940 erbauten Gebäude befand sich neben dem Krematorium einer der Sezierräume der pathologischen Abteilung. Dort ließ die SS die Leichname vor der Verbrennung ausplündern. Die Toten wurden im Leichenkeller des Krematoriums gesammelt und mit einem Aufzug in den Verbrennungsraum gebracht. Im Keller befand sich zudem eine der Hinrichtungsstätten des Lagers.
Foto: Katharina Brand. Gedenkstätte Buchenwald
Krematorium innen
Die von der Firma Topf & Söhne, Erfurt, installierte Verbrennungsanlage (1942) war speziell für die Bedürfnisse der SS konzipiert worden. Häftlinge, die in dem Gebäude untergebracht waren, verrichteten die Arbeit. Rechts ist der Aufzug aus dem Leichenkeller zu sehen.
Foto: Claus Bach, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald.
Aschegrab von Toten des KZ Buchenwald
1993/94 mit "MEMENTO"-Steinen aus der Gedenkstätte "Ehrenhain" (1949) versehen.
Foto: Katharina Brand. Gedenkstätte Buchenwald
Denkmal für alle Häftlinge des KZ Buchenwald
Es erinnert an das erste Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald (19. April 1945). Eine in den Boden eingelassene Metallplatte ist graviert mit dem Akronym "K. L. B." sowie den Namen von mehr als 50 Nationen und Opfergruppen in alphabetischer Reihenfolge. Der Mittelteil wird auf 37 Grad, auf menschliche Körpertemperatur, erwärmt. Das Denkmal wurde von den Künstlern Horst Hoheisel und Andreas Knitz entworfen und realisiert.
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Denkmal für alle Häftlinge des KZ Buchenwald
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Jüdisches Mahnmal
Mit Steinen aus dem Buchenwalder Steinbruch auf der Grundfläche des ehemaligen jüdischen Blocks 22 erbaut, wurde das Mahnmal am 9. November 1993 geweiht. Die Inschrift (Psalm 78,6) in Englisch, Hebräisch und Deutsch lautet: "Auf dass erkenne das künftige Geschlecht, die Kinder, die geboren werden, dass sie aufstehen und erzählen ihren Kindern." Der Entwurf stammt von der Künstlerin Tine Steen und dem Architekten Klaus Schlosser.
Foto: Claus Bach. Gedenkstätte Buchenwald
Denkmal für Sinti und Roma
Das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma wurde am ehemaligen Block 14 errichtet, dem sogenannten Zigeunerblock. Auf den Stelen sind die Namen anderer Konzentrations- und Vernichtungslager zu lesen. Die Inschrift in englisch, deutsch und romanes lautet: "Zum Gedenken an die Sinti und Roma, die Opfer des NS-Völkermords wurden".
Foto: Katharina Brand. Gedenkstätte Buchenwald
Kammergebäude mit KZ Ausstellung
Im ehemaligen Kammergebäude befindet sich die Dauerausstellung "Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945", die am 17. April 2016 neu eröffnet wurde, zur Geschichte des Konzentrationslagers.
Foto: Claus Bach, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald
Prolog
Am Beginn der KZ-Ausstellung vermittelt eine audio-visuelle Animation die wesentlichen ereignisgeschichtlichen Etappen der politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Transformation in Deutschland von der Machtübergabe an Hitler und die NSDAP 1933 bis zum Bau des KZ Buchenwald 1937.
Foto: Claus Bach. Sammlung Gedenkstätte Buchenwald
Kapitel 2 der KZ-Ausstellung: Krieg und Verbrechen
September 1939 – Deutschland überfällt Polen und beginnt damit den Zweiten Weltkrieg, der Europa verwüsten wird. Ziel ist die Beherrschung und "rassische" Neuordnung des Kontinents. Seit Beginn des Krieges werden auch Menschen aus den besetzten Ländern in die Konzentrationslager verschleppt, die mehr und mehr zu Stätten des Massenmordes werden. Links ist ein transportabler Galgen aus dem KZ Buchenwald zu sehen, rechts das Realienkabinett zum Thema "Depersonalisierung und Uniformierung".
Foto: Claus Bach, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald
Epilog
Der Epilog thematisiert unter anderem den Umgang mit den NS-Verbrechen in beiden deutschen Staaten. Die Mehrheit der Überlebenden erfährt niemals öffentliche Anerkennung und wird nicht entschädigt. Viele von ihnen engagieren sich im Alltag, in der Politik, in der Wissenschaft und Kunst dafür, die Frage immer wieder neu zu stellen, was politisch und moralisch aus der Erfahrung des Nationalsozialismus zu lernen ist.
Foto: Claus Bach, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald
Lagermodell
Auf einer Plattform im nicht lagerzeitlichen Treppenhaus des ehemaligen Kammergebäudes, durch das die KZ-Ausstellung im zweiten Stockwerk verlassen wird, ist ein Modell des Lagers aufgestellt. Es wird von einem eigens geschaffenen Sichtfenster mit Blick auf das gesamte ehemalige Lagergelände hinterfangen.
Foto: Peter Hansen, Gedenkstätte Buchenwald
Desinfektionsgebäude / Kunstausstellung
In dem 1942 errichteten Gebäude mussten die ankommenden Häftlinge ihre Zivilkleidung und allen persönlichen Besitz abgeben, wurden geschoren und desinfiziert. Heute ist in diesen Räumen die Dauerausstellung "Überlebensmittel – Zeugnis – Kunstwerk – Bildgedächtnis" untergebracht.
Foto: Moritz Meißner. Gedenkstätte Buchenwald
Das Gebäude der historischen Dauerausstellung zum sowjetischen Speziallager Nr. 2 (1945–1950)
Dahinter ist das ehemalige Kammergebäude zu sehen, in dem sich die Dauerausstellung zur Geschichte des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Buchenwald befindet.
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Totenbuch des Speziallagers Nr. 2
An dieser Stelle gibt die Gebäudemauer den Blick auf das gegenüberliegende Gräberfeld frei.
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Innenansicht der historischen Dauerausstellung zum sowjetischen Speziallager Nr. 2
Foto: Claus Bach. Gedenkstätte Buchenwald
Trauerplatz des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 mit Hochkreuz
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Gräberfeld I des Speziallagers Nr. 2
Unmittelbar hinter dem ehemaligen Lagerzaun am Nordhang des Ettersbergs beginnt das zu einem Waldfriedhof umgestaltete Gräberfeld. Es umfasst etwa 800 größere und kleinere Massengräber. Sie sind durch Edelstahl-Stelen in Menschengröße markiert.
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Gebäude am Parkplatz der Gedenkstätte Buchenwald
Zwei der vier ehemaligen SS-Kasernen werden heute als Internationale Jugendbegegnungsstätte genutzt (Mitte). Rechts daneben befinden sich die Besucherinformation (mit Buchhandlung) und ein Museumscafé.
Foto: Katharina Brand. Gedenkstätte Buchenwald
Glockenturm
Teil der 1958 eingeweihten Mahnmalanlage.
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Figurengruppe von Fritz Cremer
(entstanden 1954–1958, 2002–2005 restauriert). Glockenturm.
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Stelenweg
Der Weg vom Eingangstor des Buchenwald-Mahnmals zum ersten Ringgrab ist von sieben Stelen gesäumt, die symbolisch für die sieben Jahre des KZ stehen und Szenen aus dem Lagerleben erinnern (Bildhauer: René Graetz, Waldemar Grzimek und Hans Kies; Texte auf der Rückseite: Johannes R. Becher).
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Ringgräber
In natürlichen Erdsenken ließ die SS im März/April 1945 etwa 3000 Tote verscharren. Drei der Grabtrichter wurden in die Mahnmalsanlage integriert und als Ringgräber gestaltet.
Foto: Naomi Tereza Salmon. Gedenkstätte Buchenwald
Straße der Nationen
Entlang der breiten Straße, die drei Ringgräber verbindet, stehen gemauerte Pylonen mit den Namen von 18 Nationen.
Foto: Peter Hansen. Gedenkstätte Buchenwald
Ständige Ausstellung zur Geschichte der Gedenkstätte Buchenwald
Das Ausstellungsgebäude nahe der Mahnmalsanlage.
Foto: Naomi Tereza Salmon. Gedenkstätte Buchenwald