Der Fundstückkoffer, Foto: Katharina Brand, SGBUMD

Zwischen Emanzipation und Ausgrenzung – Zur Vermittlung jüdischer Geschichte an historischen Lernorten

Eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer aus Deutschland und Polen vom 13. bis 17. November 2020

Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora lädt in Kooperation mit der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, der Klassik Stiftung Weimar und der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegungsstätte Weimar ein zur Weiterbildung für deutsche und polnische Lehrkräfte „Zwischen Emanzipation und Ausgrenzung – Zur Vermittlung jüdischer Geschichte an historischen Lernorten“. Die Veranstaltung findet vom 13. bis 17. November 2020 in der Gedenkstätte Buchenwald (Weimar) und Erfurt statt.

Die Gedenkstätte Buchenwald und die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße beschäftigen sich mit der Aufarbeitung der deutschen Diktaturen im 20. Jahrhundert. Dabei bieten sie auch internationalen Lerngruppen vielfältige Chancen zur Entwicklung einer multiperspektivischen Sicht auf historische Fragestellungen.

In der Veranstaltung soll gemeinsam reflektiert werden, welche Geschichtsbilder wir Jugendlichen über das Judentum in Deutschland und Polen vermitteln. Es werden Fragen danach gestellt, welche neuen inhaltlichen und methodischen Zugänge für die Ausbildung eines kritischen Geschichtsbewusstseins über die deutsch-polnisch-jüdischen Beziehungen notwendig sind.

Die Teilnehmenden werden während der Fortbildung mit Fachleuten im Bereich der Geschichtsvermittlung und Vertreter*innen der jüdischen Gemeinde Thüringens in einen Austausch treten. Zudem steht das Ausprobieren pädagogischer Methoden der beteiligten Institutionen im Mittelpunkt, um für dieses Thema innerhalb der eigenen deutsch-polnischen Begegnungen zu sensibilisieren.

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, die deutsch-polnische Begegnungsprogramme durchführen.

Themen und Methoden

- Inhaltliche Auseinandersetzung mit Schlaglichtern der jüdischen Geschichte in Deutschland und Polen im 20. Jahrhundert (u.a. Menschenbild(er) Weimars in der Zwischenkriegszeit, Verfolgungsgeschichte am Beispiel des KZ Buchenwald, jüdisches Leben in DDR und Volksrepublik Polen, aktuelle Herausforderungen)
- Gemeinsame dialogische Rundgänge zu unterschiedlichen historischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen
- Gespräche mit Expert*innen der Gedenkstätten- und Museumspädagogik und einem Zeitzeugen
- Ausstellungsbesuche / Workshops
- Kennenlernen und Ausprobieren methodischer Ansätze der beteiligten Institutionen
- Erfahrungsaustausch mit den Fördermöglichkeiten des DPJW
- Entwicklung deutsch-polnischer Kontakte

Termin und Fortbildungsort

vom 13. bis 17. November 2020 in der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar und Erfurt | Thüringen

Teilnahmebedingungen

Die Fortbildung umfasst die Unterbringung im Doppelzimmer, Verpflegung (Vollpension) sowie Programm und Fahrtkosten vor Ort. Teilnehmergebühren werden nicht erhoben, jedoch werden die deutschen Teilnehmenden gebeten, ihre Reisekosten selbst zu übernehmen.

Anmeldung

Das ausführliche Programm in deutscher und polnischer Sprache erhalten Sie hier.

Das Anmeldeformular in deutscher oder polnischer Sprache und Motivationstext (s. Anmeldeformular) schicken Sie bitte bis zum 30. September 2020 an die folgende E-Mail-Adresse: jmalecha(at)buchenwald(dot)de. Unmittelbar danach erhalten Sie – sofern genügend freie Plätze zur Verfügung stehen – die Teilnahmezusage. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 20 Personen begrenzt.

Projektsprachen

Die Weiterbildung wird simultan verdolmetscht.

Wir bitten darum zu beachten, dass diese Veranstaltungsankündigung aufgrund der sich verändernden Pandemie-Situation unter Vorbehalt gemacht wird. Wir informieren Sie frühzeitig über Änderungen, die Durchführung der Fortbildung betreffend.

Die Veranstaltung wird gefördert vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk.