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Quartier der Moderne. Vermittlung ambivalenter Topographien

Tagung am 4. und 5. Juli 2022 in Weimar

Im öffentlichen Raum stehen Gebäude und Institutionen aus unterschiedlichen Zeiten in Beziehungen zueinander. So können am Beispiel des „Quartiers der Moderne“ in Weimar einerseits Rückschlüsse auf die topographischen Gegebenheiten eines Raumes gezogen werden und andererseits werden historische und gegenwärtige gesellschaftspolitische Strukturen erkennbar. In Weimar steht das Neue Bauhaus Museum in Sichtweite des monumentalen Gauforums aus der NS-Zeit. In letzteres wird im September 2023 das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus einziehen. Allein diese Konstellation verrät viel über die ambivalenten Staats- und Gesellschaftsformen sowie deren Aufarbeitung, die im „Quartier der Moderne“ angesprochen werden.

Die Fachtagung möchte die Beobachtung, dass der öffentliche Raum niemals neutral, sondern stets Ausdruck und Manifestation politischer Machtstrukturen ist, für die politische Bildungs- und Vermittlungsarbeit nutzbar machen. Das didaktische Potential von Stadträumen soll durch unterschiedliche methodische Blickwinkel von Akteur:innen der kulturellen und politisch-historischen Bildung beleuchtet werden. Die Fachtagung möchte gezielt Vernetzungsprozesse zwischen der politischen, historischen und kulturellen Bildung fördern und blickt mit einem interdisziplinären Theorie- und Methodenrepertoire auf gesellschaftspolitische Implikationen des öffentlichen Raums.

Die zweitägige Fachtagung „Quartier der Moderne. Vermittlung ambivalenter Topographien“ wird organisiert von der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Klassik Stiftung Weimar, der Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Stiftung Ettersberg.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Anmelden können Sie sich unter diesem Link: www.klassik-stiftung.de/tagung-topographie