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Reflexionen 2022

Aktuelles Jahresmagazin der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora als Download

Das Heft 2 unserer "Reflexionen" steht nun nicht nur in unserem Onlineshop (5 Euro zzgl. Versand), sondern auch als pdf zur Verfügung zum Download.

Sein inhaltliches Schwerpunktthema ist den nationalsozialistischen Verbrechen als transnationales Phänomen gewidmet. Mitarbeiter:innen der Stiftung und externe Autor:innen gehen der Frage nach, inwieweit NS-Herrschaft, Zwangsarbeit, Shoah und Zweiter Weltkrieg als transnationale Erfahrungen beschrieben werden können. Ziel ist es, den Blick auf die europaweiten und teils sogar globalen Folgen der NS-Herrschaft zu richten - auch hinsichtlich der Frage, inwieweit die Erfahrung des Nationalsozialismus so etwas wie ein europäisches Gedächtnis geprägt hat.

Trotz der Coronamonate in 2021 ging die Arbeit in den Gedenkstätten weiter: an der Digitalisierung unserer Bestände, an neuen Ausstellungen, an unserem neuen Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, das im kommenden jahr eröffnet werden soll, und natürlich an neuen innovativen Bildungsformaten. Die wichtigsten Projekte werden im vorliegenden Heft vorgestellt.

Sie verdeutlichen, wie vielfältig die Arbeit an den Gedenkstätten ist, welche geschichtskulturellen Implikationen sie hat und welche Anstrengungen wir unternehmen, eine manchmal in Ritualen und Entlastungsnarrativen erstarrte Erinnerungskultur auf unsere Gegenwart und die Zukunft auszurichten.

Angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine können einen manchmal Zweifel befallen, ob wirklich aus Geschichte gelernt werden kann. Doch gerade der Umstand, dass Wladimir Putin den Krieg mit der Instrumentalisierung und Verfälschung von Geschichte zu legitimieren versucht, zeigt, wie wichtig es ist, fundiertes Geschichtsbewusstsein und historische Urteilskraft in der Gesellschaft zu stärken. Darin sieht die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ihre Hauptaufgabe. Und wie wir das umsetzen, ist in diesem Heft nachzulesen.

(Aus dem Editorial von Jens-Christian Wagner)