"Quartier Weimarer Moderne" rund um das ehemalige Gauforum, © Quelle: Nivre Film & Studio

Das „Quartier Weimarer Moderne“ rund um das ehemalige Gauforum

Führung am 31.10.2022 um 15.00 Uhr, Treffpunkt: Stéphane-Hessel-Platz, Weimar

Den „Berg über der Stadt“ – mit seinem Lager Buchenwald – kennen alle, doch die Spuren nationalsozialistischer Macht und Gewalt unten in Weimar sind oftmals nur SpezialistInnen bekannt. Ein Rundgang möchte sichtbar machen, was sich von selbst nicht zu erkennen gibt. 

Besonders im „Quartier Weimarer Moderne“ zwischen Altstadt und Bahnhofsviertel finden sich viele Spuren nationalsozialistischer Vorstellungen von Kultur und Gesellschaft. Die von den NationalsozialistInnen propagierte „Volksgemeinschaft“ fand hier in städtebaulichen Umgestaltungen und architektonischem Großprojekt Entsprechung. Deren immanente Kehrseite waren Ausgrenzung und Gewalt gegenüber vermeintlich minderwertigen „Gemeinschaftsfremden“.

Ankerpunkte der zu erzählenden Geschichte(n) sind das ehemalige Gauforum, das Museum Neues Weimar, das „Atrium Weimar“ am Jorge-Semprún-Platz, die neue „Weimarhalle“ (heute Kongresszentrum) sowie das Umfeld des Bauhaus-Museums. In einem dichten Panorama zeitgeschichtlicher, kunst- und architekturhistorischer Informationen entfaltet sich im Quartier ein Bild der Weimarer und Thüringer Geschichte zwischen 1930 und 1945.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von KuratorInnen der „Gauforums-Ausstellung“ und MitarbeiterInnen des Museums Zwangsarbeit im Nationalsozialismus: Dr. Christiane Wolf, Dr. Justus H. Ulbricht, Dr. Daniel Logemann, Dr. Dorothee Schlüter im Rahmen des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte.