Memorial: Wie weiter nach der juristischen Liquidierung?

Vortrag und Diskussion mit Natalia Baryshnikova und Sergey Bondarenko am Freitag, 16.9.2022 um 19 Uhr im Stadtmuseum Weimar

Mit dem Tod Michail Gorbatschows am 30. August 2022 wird uns auch in Deutschland bewusst, wie wichtig Perestroika und Glasnost für die Anfänge einer offenen Gesellschaft im sowjetischen Herrschaftsbereich waren. Auf die Initiative Gorbatschows ging die Freilassung politischer Gefangener zurück. Nach seiner Rückkehr aus der Verbannung gründete der Physiker und Regimekritiker Andrej Sacharow mit anderen die Organisation Memorial. Seit dem Jahr 1987 erforscht sie die Geschichte staatlicher Repressionen in der Sowjetunion und bewahrt die Erinnerung daran. Ein weiterer wichtiger Teil ihrer Arbeit ist der Schutz der Menschenrechte. Am 28. Dezember 2021 hat das Oberste Gericht der Russischen Föderation „Memorial International“ liquidiert. Die Arbeit geht dennoch weiter. Ehemalige Mitarbeiter:innen der Organisation berichten über ihre Projekte.

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. 

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Tage der Begegnung" zur Erinnerung an die Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2.