Weimar, Stéphane-Hessel-Platz, 19. 9. 2022. Foto: Florian Menath, Gestaltung werkraum_media

Ein friedvolles und gesundes Jahr 2023

„Wovon man nicht sprechen kann, weil es verboten oder verdrängt ist, weil es nicht zur Rede kommt, nicht in Rede steht, darüber muss man schreiben. Darüber darf man keinesfalls schweigen.“

Jorge Semprún: „Wovon man nicht sprechen kann“, in: ders./Norbert Gstrein: Was war und was ist.
Reden zur Verleihung des Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung am 13. Mai 2001 in Weimar.

Jorge Semprún / Geb. 10. 12. 1923 in Madrid, gest. 7. 6. 2011 in Paris; Mitglied der Résistance, Schriftsteller und ehemaliger spanischer Kulturminister, überlebte das KZ Buchenwald. 

Im Namen aller Mitarbeiter:innen der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora grüßen wir Sie herzlich zum Jahreswechsel und wünschen Ihnen ein gesundes und friedvolles Jahr 2023.

Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Stiftungsdirektor
Antje Hitzschke, Verwaltungsleiterin
PD Dr. Karsten Uhl,  Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora 

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Bildmotiv: Schreiben gegen das Vergessen – Aktives Gedenken an die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Thüringen vor 80 Jahren in Weimar, Stéphane-Hessel-Platz, 19. 9. 2022

In Erfurt, Meiningen, Gera und Weimar luden wir mit unseren Partnern dazu ein, 80 Jahre nach dem Beginn der Deportationen an die Menschen aus Thüringen zu erinnern, die durch die antisemitische Ausgrenzung und Gewalt im Nationalsozialismus um ihr Leben gebracht wurden. Die Namen der Todesopfer der Shoah einer Stadt – in Weimar von ganz Thüringen – wurden im öffentlichen Raum mit weißer Schulkreide auf den Boden geschrieben, das Schreiben live gestreamt und filmisch dokumentiert. Ein Kooperationsprojekt des Erinnerungsortes Topf & Söhne, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, der Landeszentrale für politische Bildung und der Künstlerin Margarete Rabow.

Das 2022 veröffentlichte Thüringer Gedenkbuch für die ermordeten Jüdinnen und Juden ist einsehbar unter www.juedisches-leben-thueringen.de/gedenkbuch.