Ein deutscher Uniformierter (vermutlich ein SS-Angehöriger) schikaniert einen Juden im besetzten Polen, Herbst 1939. Foto: Stadtarchiv Nürnberg

Buch des Monats November: Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg

Begleitband zur internationalen Wanderausstellung

Die Ausstellung erzählte erstmals die gesamte Geschichte der NS-Zwangsarbeit und ihrer Folgen nach 1945. Sie zeigte, dass Zwangsarbeit ein Massenphänomen war: 20 Millionen Menschen mussten während des Zweiten Weltkrieges in fast ganz Europa Zwangsarbeit für das nationalsozialistische Deutschland leisten. Und sie verdeutlichte, wie die Zwangsarbeit von Beginn an Teil der rassistischen Gesellschaftsordnung des NS-Staates wurde: Die propagierte "Volksgemeinschaft" und die Zwangsarbeit der Ausgeschlossenen – beides gehörte zusammen.

Die internationale Wanderausstellung mit Stationen in Berlin, Warschau, Prag, Moskau, Dortmund, Hamburg und Steyr hat ihre Wanderung beendet. Sie wird voraussichtlich ab 2023 als Dauerausstellung im ehemaligen Gauforum in Weimar zu sehen sein.

Der Band dokumentiert die Ausstellung in ihren wesentlichen Zügen und präsentiert zahlreiche bislang unbekannte historische Fotos und Dokumente. Ergänzende wissenschaftliche Aufsätze bieten einen vertiefenden Einblick in die Forschung zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit.

Herausgegeben von Volkhard Knigge, Rikola-Gunnar Lüttgenau und Jens-Christian Wagner im Auftrag der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Weimar 2010

Die Publikation ist für 9,80 € in unserem Onlineshop erhältlich.