Lesung und Gespräch: Das Kind auf der Liste. Die Geschichte von Willy Blum und seiner Familie

10. April 2018 um 19 Uhr Erinnerungsort Topf & Söhne Erfurt

Das Kind auf der Liste.
Die Geschichte von Willy Blum und seiner Familie

Lesung und Gespräch mit Annette Leo

Willy Blum war 16 Jahre alt, als er in Auschwitz ermordet wurde, nur weil er als Sinto geboren war. Von ihm blieb einzig sein Name auf einer Transportliste aus Buchenwald – dort steht er neben einem anderen, durchgestrichenen Namen. Willy Blum hatte sich für den Transport gemeldet, da er seinen kleinen Bruder Rudolf nicht allein lassen wollte. Die Geschichte des so geretteten dreijährigen Stefan Jerzy Zweig bildete später die Vorlage für den Erfolgsroman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz. Über Willy Blum und seine Familie wusste man bislang nichts. Die Berliner Historikerin und Publizistin Annette Leo hat sich auf die Suche gemacht und erzählt in ihrem Buch erstmals von der versunkenen Welt der Wandermarionettentheater, von Diskriminierung und Ausgrenzung und vom Verschweigen einer ganzen Opfergruppe, die der Sinti und Roma.


Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

Die Lesung ist Teil der Veranstaltungsreihe "Wie gegenwärtig ist die Vergangenheit?" anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora.