Briefe und Karten von Rudolf Butters aus Karaganda, 1947 bis 1949, Foto: Katharina Brand, SGBUMD

Verlängerung: Von Buchenwald nach Karaganda

Die zunächst von September 2017 bis März 2018 in der Gedenkstätte Buchenwald ausgestellte Sonderausstellung wird aufgrund des großen Interesses dort nun noch bis zum 31. Mai 2018 zu sehen sein.

Sonderausstellung über Internierte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 in Kasachstan 1947 bis 1949 vom 16. September 2017 bis zum 31. Mai 2018 in der Gedenkstätte Buchenwald

8. Februar 1947: Am Bahnhof Buchenwald stehen mehr als 1.000 Internierte aus dem sowjetischen Speziallager Nr. 2 für einen Transport bereit. Zum Arbeitseinsatz in der Sowjetunion bestimmt, führt ihr Weg in die kasachische Stadt Karaganda. Der Transport ist ein Ausnahmefall in der Geschichte des Speziallagers Buchenwald, in dem Beschäftigungslosigkeit und strenge Isolation herrschen. Von Hunger und Krankheiten geschwächt, ist die Mehrheit der zu diesem Zeitpunkt insgesamt 15.000 dort Internierten weder transport- noch arbeitsfähig.

Am 20. März 1947, nach sechswöchiger Fahrt unter schwierigen Bedingungen, erreichen 1.038 Internierte das Kriegsgefangenenlager Nr. 7099 in Karaganda. Harte Arbeit im Bergbau und auf Baustellen prägt den Alltag der Gefangenen. Nach Jahren der Ungewissheit können sie ab Ende 1947 erstmals Postkarten schreiben und so Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen. Nach Gründung beider deutscher Staaten 1949 werden die meisten Internierten entlassen.

70 Jahre später informiert die Sonderausstellung der Gedenkstätte Buchenwald über Geschichte und Hintergrund dieses Transportes.

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Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Weimar