70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora. Foto: Steffen Beigang

Kranzniederlegung zum 77. Jahrestag der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora

Gedenveranstaltung, Montag, 11. April, 11 Uhr, Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Gedenkplatz am Krematorium

Am 11. April 1945 – vor genau 77 Jahren – rückten amerikanische Soldaten in Nordhausen ein und befreiten einige Hundert KZ-Häftlinge in Dora und im Außenlager Boelcke-Kaserne. Alle anderen Gefangenen der Mittelbau-Lager, mehr als 40.000 Männer und einige Hundert Frauen, hatte die SS zuvor auf Todesmärsche geschickt. Die Überlebenden dieser Todesmärsche befanden sich zum Teil noch im Mai 1945 in den Händen der SS. Für sie ist der 11. April allenfalls ein symbolischer Befreiungstag. Vor allem aber ist er ein Gedenktag: Er erinnert an über 20.000 Menschen, die Mittelbau-Dora nicht überlebten – politische Häftlinge, Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Kriegsgefangene, Verurteilte der Wehrmachtsjustiz sowie als homosexuell, asozial oder kriminell Verfolgte.

Das KZ Mittelbau-Dora steht exemplarisch für den mörderischen Einsatz von KZ-Häftlingen bei der Untertageverlagerung von Rüstungsfertigungen im Zweiten Weltkrieg. Mehr als 60.000 Menschen aus fast allen Ländern Europas, vor allem aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich, mussten zwischen 1943 und 1945 im KZ Mittelbau-Dora Zwangsarbeit auf den Baustellen der deutschen Rüstungsindustrie oder in der Rüstungsproduktion leisten.

 

Am Montag, dem  11.4.2022, um 11 Uhr, laden wir ein ihrer zu gedenken.

Hierzu findet auf dem Gedenkplatz vor dem Krematorium der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora eine zeremonielle Gedenkveranstalltung mit Redebeiträgen und Kranzniederlegung statt.

 

Begrüßung    

PD Dr. Karsten Uhl, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Ansprachen   

Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen

Carla Becker und Hendrik Höhn, Bundesfreiwillige in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Kranzniederlegung am Gedenkplatz vor dem ehemaligen Krematorium

Im Anschluss folgt schließlich die Eröffnung der Sonderausstellung „Flucht“ in der ehemaligen Feuerwache