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"Jules und Jim" Film und Gespräch

Sonntag, 10. April, 17 Uhr, Lichthaus Kino, Weimar

„Jules und Jim“ von François Truffaut gehört zu den Meisterwerken der Nouvelle vague: Cathérine ist die Frau zwischen den zwei Männern Jules und Jim. Mit Jules, dem Deutschen, lebt sie nach dem Ersten Weltkrieg verheiratet im Schwarzwald, entscheidet sich dann aber für den Franzosen Jim, der seine Pariser Gefährtin Gilberte zuletzt doch nicht verlassen will. Das Dreigespann hieß in Wirklichkeit Henri-Pierre Roché, Franz Hessel und Helen Grund. Die beiden Schriftsteller lernten sich 1906 im Café Dôme am Boulevard Montparnasse kennen, die exzentrische Helen, ab 1912 Malereistudentin in Paris, komplettierte das Trio, das sich zum Experiment einer neuen freien Liebe zu dritt verbündete. Die Grenzüberschreitung aller bürgerlichen Werte war ihr Programm. Ihre ménage à trois währte nur einen Sommer lang, 1918 in einem kleinen Dorf im Isartal bei München.

In den 1990-Jahren wurden die Tagebücher von Franz und Helen Hessel, die mit 92 Jahren starb, gefunden und veröffentlicht. Die Geschichte des Films beruht auf der wahren Geschichte der Eltern von Stéphane Hessel.

Einführung: Serge Basilewsky (Ciné Croisette Cannes).

Frankreich 1960, 105 Min., Regie Francois Truffaut mit Jeanne Moreau, Oskar Werner und Henri Serre

Eine Veranstaltung des Deutsch-französischen Kulturbüros in Thüringen