"Kinderblock 66: Return to Buchenwald". They survived as boys - they are coming back as men.

Film und Gespräch mit Ruth Chanash (Israel), Samstag, 9. April, 19 Uhr, Kino "mon ami", Weimar

„Die Dinge die wir gesehen haben, die Toten. Die Formationen in denen wir gestanden haben, die unerträgliche Kälte. Ich bin an einen Punkt der Verzweiflung geraten. Ich dachte mir: ‚wie habe ich gesündigt? Was habe ich je einen Menschen angetan, dass Gott mich so grausam bestraft?‘“ (Alex Moskovic)

Der „Kinderblock 66“ befand sich „Kleinen Lager“ von Buchenwald. Die meisten der Jungen hatten bereits ihre Eltern in den Gaskammern von Auschwitz verloren. Nachdem sie mörderische Transporte überlebt hatten, bot der Block 66 eine gewisse Zuflucht. Betreut vom Tschechen Antonin Kalina und unterstützt vom kommunistischen Untergrund, konnten 904 Jugendliche von den Alliierten befreit werden. Der Dokumentarfilm begleitet die vier ehemaligen Häftlinge Naftali Fürst, Pavel Kohn, Israel Laszlo Lazar und Alex Moskovic, die als ältere Männer zum 65. Jahrestag der Befreiung nach Buchenwald zurückkehren. Ruth Chanash ist die Tochter von Robert Büchler, der – selber als Kind  in Buchenwald inhaftiert – als Historiker die Geschichte der Kinder von Buchenwald erforschte.

Nominierung: Central Florida Film Festival, Beste Dokumentation

Vereinigte Staaten von Amerika/ Israel/ Tschechien/ Deutschland 2012, 87 Minuten, Originalversion (Englisch, Deutsch, Hebräisch, Slowakisch, Tschechisch, Ungarisch) mit englischen Untertiteln.