„Von guten Mächten wunderbar geborgen …“

Dietrich Bonhoeffer
4.2.1906, Breslau
9.4.1945, KZ Flossenbürg

Seine bekanntesten Verse schreibt der evangelische Theologe Ende 1944 in einer Zelle der Berliner Gestapozentrale. Dietrich Bonhoeffer wachst in Berlin-Grunewald auf. Behütet, gefordert, hochbegabt, scheint ihm eine glänzende Karriere vorgezeichnet. Doch dann kommt Hitler an die Macht. Bonhoeffer ist ein entschiedener NS-Gegner und einer der führenden Köpfe der „Bekennenden Kirche“. Lehrverbot, Redeverbot, Veröffentlichungsverbot folgen. Er ist in Staatsstreichpläne der Widerstandsgruppe seines Schwagers Hans von Dohnanyi eingeweiht, deren Attentatsversuche misslingen. Die Gestapo verhaftet ihn im April 1943, verlegt ihn im Februar 1945 in den SS-Arrest des KZ Buchenwald und zwei Monate später in das KZ Flossenbürg. Dort verurteilt ihn ein SS-Standgericht zum Tode.