Karte eines Kriegsgefangenen, der im Juli 1941 bei Minsk gefangengenommen wurde, Quelle: obd-memorial.ru

Vor 80 Jahren: Die Erinnerung an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion in Belarus heute

Podium am Samstag, 13. November 2021 um 15 Uhr in der Notenbank Weimar

Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren begann ein verheerender Krieg, der sich insbesondere gegen die Zivilbevölkerung richtete. Auf dem Gebiet des heutigen Belarus waren besonders viele Opfer zu beklagen: Kriegsgefangene wurden in provisorischen Lagern auf offenem Feld festgehalten und dem Hungertod preisgegeben. Zehntausende wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt, die jüdische Bevölkerung ghettoisiert und ermordet, Dörfer und Städte zerstört.

Wie wird in Belarus heute an diese Geschichte(n) der Verheerung erinnert: in der Öffentlichkeit, in der populären Erinnerungskultur, in der politischen Inszenierung – aber auch in den Familien und im Privaten? Die Historikerin Dr. Iryna Kashtalian (Minsker Geschichtswerkstatt/Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte "Johannes Rau") hat über Jahrzehnte ein »Archiv mündlicher Geschichte« in Belarus aufgebaut.

Mit Dr. Julia Landau (Gedenkstätte Buchenwald) spricht sie über die vielfältigen Formen der Erinnerungskultur in Belarus.

Eine Veranstaltung des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte in Kooperation mit der Gedenkstätte Buchenwald.