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Geboren in der Weimarer Republik

Hans Bonkas im Gespräch über Widerstand gegen zwei Diktaturen am Dienstag, den 28. April 2009 um 18.00 Uhr im Reithaus Weimar

Geboren in der Weimarer Republik ist eine Gesprächsreihe mit prominenten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft anlässlich des Jubiläums der Weimarer Verfassung.


Historische Ereignisse und persönliche Erlebnisse eröffnen einen ungewohnten Blick auf 90 Jahre Gesellschafts- und Alltagsgeschichte und auf Menschen, die diese Geschichte – auf eigene Art – miterlebt und mitgestaltet haben. Wir haben dazu Menschen eingeladen, die noch in der Weimarer Republik geboren wurden. Sie haben als Kinder und Jugendliche das Scheitern der Republik und die Durchsetzung der nationalsozialistischen Diktatur erlebt. Sie haben diesen Übergang ganz unterschiedlich wahrgenommen: die einen waren als Jugendliche begeistert vom Nationalsozialismus, während die anderen früh Ausgrenzung und Verfolgung erlitten haben. Nach der Befreiung vom NS Regime im Mai 1945 bemühten sie sich um ein Neubeginnen und ein gemeinsames "Nie wieder". Zusammen mit den jeweiligen Gesprächspartnern wollen wir diskutieren, welche Erfahrungen diese Generation geprägt haben und welche Konsequenzen sie nach 1945 aus dem Scheitern der Weimarer Demokratie gezogen haben.

Eine Veranstaltungsreihe der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar, der Deutschen Nationalstiftung, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.


Hans Bonkas, Widerstand gegen zwei Diktaturen, Dienstag, 28. April 2009, 18.00 Uhr, Reithaus Weimar

Hans Bonkas leistete Widerstand gegen zwei Diktaturen. Am 26. August 1921 geboren und in einem sozialdemokratischen Elternhaus aufgewachsen, trat er schon 1932 in das „Jungbanner“, die Jugendorganisation des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold ein und beteiligte sich an Flugblattaktionen gegen Hitler.

Nach 1945 verweigerte Hans Bonkas die Zwangsvereinigung von SPD und KPD. Für seine Arbeit im Untergrund gegen die Kommunisten wurde er von einem sowjetischen Gericht wegen angeblicher Spionage und „Verrats der Arbeiterklasse“ zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde in 25 Jahre Zuchthaus umgewandelt, wovon er sieben Jahre verbüßte.

Noch heute wirkt Hans Bonkas aktiv im Bundesvorstand des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold – Bund aktiver Demokraten e. V. mit. Sein Lebenswerk ist die Vermittlung historischer Kenntnisse an Heranwachsende und Jugendliche. Hans Bonkas ist Ehrenmitglied von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V..

Moderation: Cornelius Zimmermann, Stellvertretender Bundesvorsitzender des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold –Bund aktiver Demokraten e. V.

Die Einladung für die Veranstaltung finden Sie links in der Download-Box.