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Informationen über die Begleitbroschüre zur Ausstellung hier

Ausstellungbanner am Eingang. Foto: Nina Reip

Von Auschwitz in den Harz.
Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora

Mit einer Ausstellung zur Geschichte der Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora nimmt sich die Gedenkstätte eines von der deutschen Gesellschaft lange vernachlässigten Themas an.

Anlass ist, neben der fortdauernden Diskriminierung von Sinti und Roma in vielen Teilen Europas, der 70. Jahrestag des sogenannten Auschwitz-Erlasses von SS-Chef Heinrich Himmler. Dieser ordnete im Dezember 1942 an, alle im Deutschen Reich lebenden Sinti und Roma nach Auschwitz zu deportieren. Dort wurden Tausende Sinti und Roma in den Gaskammern ermordet. Nur etwa 3000 Männer und Frauen überlebten das „Zigeuner-Familienlager“ in Auschwitz-Birkenau, das die SS Anfang August 1944 auflöste. Fast alle männlichen Überlebenden brachte sie in das KZ Mittelbau-Dora, das damit im letzten Kriegsjahr zur zentralen Haftstätte für Sinti und Roma wurde.

Die Verschleppung von Auschwitz in den Harz und der Kampf der Sinti und Roma ums Überleben in den Lagern des KZ Mittelbau stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Daneben dokumentiert sie anhand zahlreicher Dokumente, Fotos und Erinnerungsberichte den Beginn der Verfolgung der Nordhäuser Sinti in den 1930er Jahren. Schließlich wird auch das oft vergebliche Ringen der KZ-Überlebenden um gesellschaftliche Anerkennung nach 1945 thematisiert. Exemplarische Häftlingsbiographien und ein Videointerview mit dem KZ-Überlebenden Franz Rosenbach ergänzen die Ausstellung um die Perspektive der Betroffenen.

Eine Begleitbroschüre zur Ausstellung ist im Buchladen der Gedenkstätte Mittelbau-Dora hier erhältlich.