Überlebende Häftlinge des Kleinen Lagers kochen sich eine Mahlzeit, 16. April 1945. Foto: Rex L. Diveley, Rehabilitation Service. National Archives Washington

"Vom Boden bis zur Decke waren Hunderte von Männern und einige Jungen hingen über dürren Strohsäcken und sahen auf mich herab, sahen auf mich herunter aus verwirrten Augen [...] Ich erinnere ihre Augen, wie sie herabschauten, herabschauten aus großen großen Augen - alles, was ich sah, waren Augen - gejagt, verkrüppelt, vor Angst paralysiert. Sie waren abgemagerte Haut und Knochen, halbverrückt, mehr tot als lebendig." Und da stand ich und rief auf jiddisch: "Sholem Aleychem, Yiden, yir zent frey!" "Ihr seid frei." Die Mutigeren von ihnen kamen langsam auf mich zu [...], um meine Armeeuniform zu berühren, um die jüdischen Geistlichen-Insignien zu betrachten, und fragten mich ungläubig: "Ist das wahr? Ist es vorüber?"

Rabbi Herschel Schachter, US-Militärgeistlicher, Bericht 1981 (Auszug)

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