Das Außengelände der Gedenkstätte von oben. Foto: Sebastian Grimm

Neukonzeption

Die Förderung durch den Bund und den Freistaat Thüringen ermöglichte seit dem Jahr 2000 die umfassende Neukonzeption der Gedenkstätte. Teil der Neukonzeption war der 2005 abgeschlossene Neubau eines Museumsgebäudes mit Dauerausstellung, Besucherinformation, Buchladen, Seminarräumen, Archiv, Bibliothek, Sammlung und Mitarbeiterbüros.

Noch nicht abgeschlossen ist die Neugestaltung des ehemaligen Lagergeländes. Dieses wird seiner Bedeutung als "Denkmal aus der Zeit" und "Denkmal an die Zeit" entsprechend so gestaltet, dass es sich dem Besucher als ein historischer Ort erschließt, an dem er sich funktional wie historisch orientieren kann. Die Erschließung und das Lesbarmachen historischer Strukturen und Relikte hat dabei Priorität.

Nachdem in den vergangenen Jahren der ehemalige Lagerbahnhof (der bis 2004 einem Hundesportverein als Trainingsgelände diente) und der Eingangsbereich der Gedenkstätte erschlossen und gekennzeichnet wurden, wird derzeit und in den kommenden Jahren das ehemalige Häftlingslager, dessen größte Teile bis 1990 unzugänglich waren, weiter erschlossen. Dazu gehören das Kenntlichmachen der Barackenfundamente und der Trasse des ehemaligen Lagerzaunes sowie die Sicherung der baulichen Relikte des ehemaligen Arrestzellenbaus, in dem 1944/45 Hunderte Häftlinge gefoltert und viele ermordet wurden.