Blick über den ehemaligen Appellplatz, im Hintergrund die Effektenkammer, das Krematorium und das Torgebäude. Foto: Katharina Brand. Gedenkstätte Buchenwald

Mitten im deutschen Volke ...

Das Lager Buchenwald gehört zur NS-Geschichte wie die Inanspruchnahme der Klassikerstadt Weimar. Während die einen nach den Regeln und Normen der "Volksgemeinschaft" zu leben haben, werden andere systematisch durch Ausgrenzung und Verfolgung bis in den Tod getrieben. Dies betrifft zu Beginn Deutsche, dann Menschen aus ganz Europa und auch anderen Teilen der Welt; fast 280.000 werden von der SS im Lauf der Zeit in Buchenwald eingeliefert.

Angesichts der enormen Fülle an Einzelschicksalen, Dokumenten, Berichten und Relikten können Führungen über das Gelände lediglich erste Eindrücke und Orientierung vermitteln. Aus diesem Grund bietet die Gedenkstätte ein- und mehrtägige Programme an, in der die Lagergeschichte von 1937 bis 1945 über Biografien, Ereignisse und Orte erschlossen werden kann. Die Beteiligten entscheiden, welche inhaltlichen und methodischen Zugänge für sie am besten geeignet sind. Die Mitarbeiter der Gedenkstätte unterstützen diesen Aneignungsprozess, der für ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge unerlässlich ist.