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Gipsmasken

Im Kontext des Kriegsbeginns 1939 ließ die Wiener Gauleitung zu Staatenlosen erklärte Juden im Praterstadion internieren. Von dort deportierte man sie nach Buchenwald. Zuvor jedoch wurden sie von Mitarbeitern der anthropologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums unter rassistischen Gesichtspunkten erfasst und untersucht.

Hunderte von Fotos und Lebendmasken aus Gips zeugen vom Willen, Menschen anhand äußerlicher Merkmale rassistisch zu klassifizieren. Viele dieser Menschen fielen im Winter 1939/40 in Buchenwald dem ersten vorsätzlich verursachten Massensterben in einem deutschen Konzentrationslager zum Opfer. Naturhistorisches Museum Wien