Zusammenkunft mit Floréal Barrier, Vorsitzender des Beirates der ehemaligen Buchenwald-Häftlinge an der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora (links), Studierenden der Universität Jena und internationalen Volunteers der Stiftung. Foto: Michael Voigt. Thüringer Staatskanzlei

Reaktion der Studierenden und internationalen Volunteers

Statement der Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der internationalen Volunteers an der Gedenkstätte Buchenwald zur Begegnung mit US-Präsident Barack Obama im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald am 5. Juni 2009

Wir waren im Vorfeld sehr aufgeregt, unsicher, nervös – und es ist ein großartiger Tag für uns geworden: Zunächst erlebten wir ein intensives Gespräch mit Bertrand Herz und Floréal Barrier, zwei ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald. Sie erzählten uns von ihren unterschiedlichen Lagererfahrungen in Buchenwald, von ihrem Leben danach, ihren Hoffnungen und auch von ihren Ängsten. In dieser Konkretheit ist uns erneut bewusst geworden, welche besondere Verantwortung uns und nachfolgenden Generationen daraus erwächst. Erinnerung muss konkret bleiben, ist auf historische Orte angewiesen. Die Verbrechen im Nationalsozialismus sind schwer zu verstehen, schwer vorstellbar – aber man muss und kann es immer wieder versuchen. Dann hatten wir heute die Ehre, dem amerikanischen Präsidenten und der Bundeskanzlerin zu begegnen: Barack Obamas Charisma leibhaftig zu erleben, wird uns lange in Erinnerung bleiben. Uns ist klarer als zuvor, dass fast 70 Jahre danach, Werte wie Menschlichkeit, Toleranz und gegenseitiger Respekt, jede neue Generation für sich gestalten muss. Die heutigen Begegnungen haben uns ermutig und bestärkt – und wir hoffen, das vermitteln auch die Bilder dieses Tages.